Raumbüro Freie Szene (ehemals PROSA)

Das Raumbüro Freie Szene (ehemals PROjekt zu Schaffung künstlerischer Arbeitsräume) vertritt im Rahmen von Kultur Räume Berlin die Interessen der Freien Szene bezüglich der räumlichen Infrastruktur. Kultur Räume Berlin ist ein 2020 geschlossenes Bündnis mehrerer Akteur:innen mit dem Ziel, Arbeitsräume für in Berlin arbeitende Künstler:innen aller Kunstsparten der Freien Szene zu sichern und zu schaffen.

Zu diesem Bündnis gehören: die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), das Atelierbüro im Kulturwerk des bbk berlin, die GSE Gesellschaft für Stadtentwicklung gGmBH, das Bündnis Freie Szene Berlin e. V. sowie die Kulturraum Berlin gGmbH. Das Bündnis betreibt im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt das landeseigene Arbeitsraumprogramm. Das Anliegen der Freien Szene und ihre Raumbedarfe werden innerhalb des Bündnisses also vom Raumbüro und dem Atelierbüro für die Bildenden Künste vertreten. Das Raumbüro arbeitet zudem in enger Abstimmung mit dem Tanzbüro.

Das Raumbüro Freie Szene arbeitet an der spartenübergreifenden und spartengerechten Schaffung von Arbeitsräumen. Dafür stimmt es sich inhaltlich und konzeptionell regelmäßig mit dem Sprecher:innen-Kreis der Koalition der Freien Szene ab und berichtet im vierteljährlich stattfindenden Plenum. Zudem steht das Raumbüro Freie Szene im regelmäßigen Austausch sowohl mit den Verbänden der Sparten Bildende Kunst, Darstellende Künste, Literatur, Musik, Projekträume und Tanz als auch mit transdisziplinären Akteur:innen.

Was sind die Aufgaben des Raumbüro Freie Szene?

Das Raumbüro Freie Szene übernimmt Aufgaben in den Bereichen Beratung, Konzeption und Koordination.

Beratung

Das Raumbüro Freie Szene …
… stellt den Kommunikationsaustausch zwischen Kultur Räume Berlin und der Freien Szene Berlins sicher.
… berät die Freie Szene zu Arbeitsraumthemen und entwickelt ein spartenübergreifendes Beratungsprogramm für Raumangelegenheiten.
… ist Anlaufstelle für Fragen zu den Fördermöglichkeiten von Räumen sowie auf der Suche nach Hilfe zur Selbsthilfe.
… begleitet und berät die Bündnis-Partner bei der Konzeption und Durchführung von Raumvergabeverfahren.
… tritt als Vermittler und Ideengeber für den Erhalt von Arbeitsräumen ein und berät in strittigen Angelegenheiten.

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Konzeption

Das Raumbüro Freie Szene …
… ermittelt die Qualitäten von Räumen für künstlerisches Arbeiten sowie die notwendigen Bedingungen zur Entwicklung und Schaffung solcher Räume.
… formuliert Mindeststandards für die räumliche Infrastruktur für künstlerisches Arbeiten und entwickelt bedarfsgerechte und innovative Grundrisstypologien zur Verbesserung der räumlichen Qualitäten.
… konzipiert und entwickelt mit den Bündnispartner:innen neue Arbeitsräume, Raumkonzepte und Machbarkeitsstudien für Standorte in Berlin.
… entwickelt spartenübergreifende Nutzungs- und Betreiberkonzepte, u. a. für Vorhaben von gesamtstädtischer Bedeutung.
… erarbeitet Vorschläge für die Verbesserung des Berliner Fördersystems zur Erhaltung und zum Aufbau von Räumen für künstlerisches Arbeiten.

Koordination

Das Raumbüro Freie Szene …
… engagiert sich für bessere Bedingungen selbstorganisierter, nicht-renditeorientierter Akteur:innen, die Räume für die Freie Szene sichern und schaffen, und beschäftigt sich mit hybriden Nutzungsformen sowie solidarischen Formen der Raum- und Stadtentwicklung.
… konzipiert und koordiniert gemeinsam mit den Bündnispartner:innen und den Verbänden der Freien Szene die Bedarfsermittlung, um herauszufinden, welche Visionen, Ideen, Pläne und Initiativen es für Arbeitsräume und ihre Produktionsbedingungen in der Freien Szene gibt.
… unterstützt bei der Akquise von Räumen und der Kommunikation mit öffentlichen und privaten Bauherr:innen.
… unterstützt die Bündnispartner:innen bei der Dokumentation und Darstellung aktuell genutzter und gefährdeter Standorte.
… unterstützt den Auf- und Ausbau der digitalen Plattform zur Darstellung von Prozessen, Angeboten und Vergaben von Arbeitsräumen.

Team Raumbüro Freie Szene

Laila Wiens

Laila Wiens studierte Architektur (M.Sc.) mit dem Schwerpunkt Städtebau an der Technischen Universität Berlin. Ihr Studienschwerpunkt lag dabei auf partizipativer und gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung.

Seit 2021 ist Laila Wiens als freischaffende Urbane Praktikerin tätig. Von 2021 bis 2024 arbeitete sie im Haus der Statistik, einem Modellprojekt kooperativer Stadtentwicklung, mit Schwerpunkten in der Projektkonzeption, -koordination und Öffentlichkeitsarbeit. Von 2023 bis 2024 war sie bei Bauhaus Erde tätig, wo sie die Programmatik und Öffentlichkeitsarbeit des Forschungspavillons ProtoPotsdam mitentwickelte und betreute.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sich Laila Wiens ehrenamtlich in Vereinen und Kollektiven der freien, selbstorganisierten Kunst- und Kulturszene, insbesondere zu Fragen der Raumnutzung, des Zugangs zu Raum sowie zu Aneignungs- und Aushandlungsprozessen in urbanen Kontexten.

Seit 2026 ist Laila Wiens Teil der Projektleitung des Raumbüro Freie Szene. In dieser Rolle bringt sie ihre Erfahrung an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Kulturarbeit in die Weiterentwicklung von Zugängen, Formaten und Strukturen für die Freie Szene ein.

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Moritz Sadowski

Moritz Sadowski studierte Soziologie (M.A.) an der Universität Potsdam mit den Schwerpunkten Gender Studies, Politische Soziologie und Soziologische Theorie. Zuvor absolvierte er ein Bachelorstudium in Political and Social Studies an der Universität Würzburg und verbrachte Studienaufenthalte an der Hochschule Hannover im Bereich Fotojournalismus und Dokumentarfotografie sowie an der Universidad del Valle in Cali, Kolumbien.

Beruflich arbeitete er unter anderem als Projektkoordinator und -entwickler bei der Gesellschaft für StadtEntwicklung gGmbH in Berlin, mit Aufgaben in Projektmanagement, Netzwerkarbeit, Fördermittelmanagement, Kommunikation mit Kooperationspartnern.

Moritz Sadowski war freiberuflicher Fotograf und engagierte sich viele Jahre ehrenamtlich in der Jugendverbandsarbeit, in Kulturvereinen und in Kollektiven des Berliner Underground. Seit 2026 ist er Teil der Projektleitung des Raumbüro Freie Szene und bringt dort sein analytisches Denken, seine Kommunikationsstärke und sein Organisationstalent in die Entwicklung und Koordination von Projekten mit gesellschaftlicher und kultureller Wirkung ein.

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Franziska Schubert

Franziska Schubert ist Theaterwissenschaftlerin (M.A.), Theatermacherin und Kulturmanagerin. Sie studierte an der Universität Leipzig sowie an der Universitat Internacional de Catalunya in Barcelona mit Nebenfächern in Kunstgeschichte, Anthropologie und Gender Studies.

Seit 2015 arbeitet sie professionell in den Freien Darstellenden Künsten. Ihre Arbeit verbindet imaginative Theaterformen, partizipative Strategien der Kunstproduktion und kollektive Arbeitsweisen. Sie war u. a. für Compagnien wie Familie Flöz und Theatre Fragile tätig sowie in Kooperationen mit Stadttheatern, freien Theaterhäusern und internationalen Theaterprojekten. Als Mitgründerin des Theaterkollektivs Compania Sincara trägt sie Leitungsverantwortung für Projektentwicklung und -management, Fördermittel- und Gastspielakquise sowie für Dramaturgie und Szenografie (Maske, Kostüm, Bühne).

Auf Landesebene war sie im Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt tätig und verantwortete dort die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit sowie die Interessenvertretung der Freien Szene im Austausch mit Politik und Verwaltung.

Seit 2023 arbeitet sie im Raumbüro Freie Szene und bringt ihre Erfahrung an der Schnittstelle von künstlerischer Praxis, Kulturförderung und Verwaltung in Beratung, Koordination und die Weiterentwicklung der räumlichen Infrastruktur für die Freie Szene Berlins ein.

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Kontakt

Raumbüro Freie Szene
c/o Bündnis freie Szene Berlin e.V.
Köthener Straße 44
10963 Berlin

 

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Träger des Raumbüro Freie Szene ist der Verein Bündnis Freie Szene Berlin e.V., über den die zwei Arbeitsstellen abgewickelt werden. Finanziert werden die Arbeitsstellen von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Weitere Bündnispartner*innen von Kultur Räume Berlin

Atelierbüro

Das Atelierbüro im kulturwerk des bbk berlin ist die zentrale Anlaufstelle für alle in Berlin lebenden bildenden Künstler*innen auf der Suche nach einem Atelier – unabhängig von einer Verbandszugehörigkeit. Es berät bei der Ateliersuche und unterstützt bei der Erhaltung bestehender Ateliers. Es organisiert regelmäßig die Ausschreibung und Vergabe von subventionierten, öffentlich geförderten Ateliers und Atelierwohnungen im Rahmen des Arbeitsraumprogramms.

Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM)

Die BIM ist als Immobiliendienstleister für das Land Berlin für ein Vielzahl landeseigener Immobilien verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehört die Vermietung, Bewirtschaftung und Sanierung von Immobilien, der Verkauf von landeseigenen Immobilien sowie die Verwaltung der immobilienbezogenen Sondervermögen (SILB und SODA) des Landes Berlin.

Gesellschaft für Stadtentwicklung gGmbH (GSE)

Seit 1988 ist die GSE per Senatsbeschluss vom Land Berlin beauftragt, unter gemeinnützigen Bestimmungen Räumlichkeiten zu akquirieren und zu sichern. Durch einen Treuhandvertrag von 1995 mit dem Land Berlin hat die GSE den erweiterten Auftrag, Treuhandvermögen zu bilden. Sie soll ganze Immobilienobjekte übernehmen, verwalten, bewirtschaften und mieten, um Wohn- und Gewerberäume den Bedarfsgruppen langfristig anbieten zu können.

Kulturraum Berlin gGmbH

Die Kulturraum Berlin gGmbH ist eine Tochtergesellschaft der öffentlichen Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung und wurde im April 2020 gegründet, um das Arbeitsraumprogramm der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Kooperation mit Akteur*innen aus der Verwaltung, Immobilienwirtschaft und der Freien Szene zu betreiben.
Das Arbeitsraumprogramm ist finanziert über mehrere Haushaltstitel der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein wichtiger Förderschwerpunkt der Berliner Kulturverwaltung sind die Akquise, Entwicklung und Bereitstellung von Arbeitsräumen für Berliner Künstler*innen. Zu diesem Zweck betreibt die Kulturverwaltung das landeseigene Arbeitsraumprogramm. Diese Aufgabe wurde 2021 von Kultur Räume Berlin übernommen.